Ein Hotel auf einer Landzunge über dem Meer, erreichbar über eine einzige Straße. Wer hier bucht, entscheidet sich nicht für ein Zimmer, sondern für die Ankunft. Ein Raster aus Fotos zeigt, wie es aussieht. Es zeigt nicht, wie es ist, dort anzukommen.
Also wird die Anfahrt selbst zur Startseite. Man scrollt, und das Haus kommt näher, während man liest. Eine Bewegung, die es wirklich gibt, statt einer, die das Layout erfindet.
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Das ist die Seite selbst, nur kleiner. Dieselbe Fassung, die ein Besucher bekommt.
Ein Bauunternehmen verkauft nichts, was man mitnehmen kann. Es verkauft, dass am Ende etwas steht. Auf einer gewöhnlichen Seite wird daraus eine Liste: Planung, Rohbau, Ausbau. Drei Wörter, die niemandem etwas beweisen.
Also läuft der Bauplatz selbst durch die Seite. Drei Akte: leeres Grundstück, Rohbau, bezogenes Haus. Der Schnitt fällt genau dorthin, wo der Text die Leistung wechselt. Man liest sie, während man sie entstehen sieht.
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Drei Akte in einem Rahmen. Der Wechsel zwischen ihnen ist im Scrollen zu sehen.
Eine Yacht wird nicht über die Ausstattungsliste gechartert, sondern über den Eindruck, den ein Bild hinterlässt. Nur zeigt jedes Charterportal dieselben zwölf Fotos: Salon, Deck, Kabine, Sonnenuntergang.
Also umrundet die Seite das Schiff. Der Rumpf dreht sich, während man scrollt, und statt einer Menüleiste liegt ein Kompass in der Ecke. Er zeigt, wo man steht, und ist zugleich die Navigation.
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Den Kompass unten rechts kann man ziehen, dann dreht sich das Schiff mit.
Ein Haus über Carrara, gebaut aus dem Block, aus dem es geschnitten wurde. Wer so ein Objekt anbietet, zeigt das fertige Haus und die Aussicht. Nur ist die Aussicht hier nicht das Besondere. Der Stein ist es, und im fertigen Zimmer sieht man ihm nicht mehr an, wo er herkam.
Also fängt die Seite dort an, wo der Stein anfängt. Man steht vor der Bruchwand, die Bergketten gehen beim Scrollen auseinander, und die Kamera fährt weiter in den Fels, bis nur noch die Bank übrig ist, aus der das Haus kam.
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Weiter unten ist der Stein noch matt von der Säge. Beim Weiterscrollen kommt er unter der Hand hoch.
Erzähl mir, worum es geht. Ich sage dir, ob Scrollytelling die richtige Form dafür ist — und wenn nicht, welche besser passt.
Die drei Projekte sind Konzeptstudien aus eigener Hand. Marken, Orte und Preise sind erfunden, es sind keine Kundenaufträge, und sie bilden keine bestehenden Unternehmen ab. Gebaut sind sie dagegen vollständig. Was hier läuft, ist die Seite und keine Vorschau davon.