n° 01

ALMARÉ

Hotel · Ligurische Küste
Die Aufgabe

Ein Hotel auf einer Landzunge über dem Meer, erreichbar über eine einzige Straße. Wer hier bucht, entscheidet sich nicht für ein Zimmer, sondern für die Ankunft. Ein Raster aus Fotos zeigt, wie es aussieht. Es zeigt nicht, wie es ist, dort anzukommen.

Die Entscheidung

Also wird die Anfahrt selbst zur Startseite. Man scrollt, und das Haus kommt näher, während man liest. Eine Bewegung, die es wirklich gibt, statt einer, die das Layout erfindet.

Die Seite selbst
Esc zum Lösen

Das ist die Seite selbst, nur kleiner. Dieselbe Fassung, die ein Besucher bekommt.

Im Detail
  • 01 An vier Stellen kommt die Fahrt zur Ruhe. Dort, und nur dort, steht Text — gelesen wird im Stillstand, nicht in der Bewegung.
  • 02 Nach oben gescrollt fährt die Anfahrt zurück. Die Bewegung hat keine Vorzugsrichtung: anhalten, zurücknehmen, noch einmal ansehen, alles in derselben Geste.
  • 03 Die letzte Einstellung ist der gedeckte Tisch. Davor steht kein Formular. Die Buchung gehört ans Ende der Fahrt, nicht mittendrin.
Was drin steckt
Sprachen
Englisch, auf Wunsch Deutsch
Die Buchung
am Ende der Fahrt, nicht davor
Am Handy
eigene Hochkantfassung, kein Beschnitt
Unterhalt
kein Redaktionssystem, nichts, was ein Update zerlegt
Konzeptstudie · keine Kundenarbeit rechts → ALTUS
n° 02

ALTUS

Projektentwicklung · Rhein-Main
Die Aufgabe

Ein Bauunternehmen verkauft nichts, was man mitnehmen kann. Es verkauft, dass am Ende etwas steht. Auf einer gewöhnlichen Seite wird daraus eine Liste: Planung, Rohbau, Ausbau. Drei Wörter, die niemandem etwas beweisen.

Die Entscheidung

Also läuft der Bauplatz selbst durch die Seite. Drei Akte: leeres Grundstück, Rohbau, bezogenes Haus. Der Schnitt fällt genau dorthin, wo der Text die Leistung wechselt. Man liest sie, während man sie entstehen sieht.

Die Seite selbst
Esc zum Lösen

Drei Akte in einem Rahmen. Der Wechsel zwischen ihnen ist im Scrollen zu sehen.

Im Detail
  • 01 Die Seite steht in dem Moment, in dem man sie öffnet. Was weiter unten liegt, kommt nach, während man den ersten Akt schon sieht.
  • 02 Das Gelb kommt von den Kranen, nicht aus dem Layout. Eine Farbe, die im Bild ohnehin vorkommt, wirkt gesetzt statt ausgesucht.
  • 03 Vor dem letzten Akt steht kein Formular. Wer das Haus noch nicht fertig gesehen hat, hat auch keinen Grund zu schreiben.
Was drin steckt
Sprachen
Englisch, auf Wunsch Deutsch
Am Handy
eigene Hochkantfassung, kein Beschnitt
Aufbau
drei Akte, je eine Leistung
Unterhalt
kein Redaktionssystem, nichts, was ein Update zerlegt
Konzeptstudie · keine Kundenarbeit rechts → AVANTI
n° 03

AVANTI

Charteryacht · 49,90 m
Die Aufgabe

Eine Yacht wird nicht über die Ausstattungsliste gechartert, sondern über den Eindruck, den ein Bild hinterlässt. Nur zeigt jedes Charterportal dieselben zwölf Fotos: Salon, Deck, Kabine, Sonnenuntergang.

Die Entscheidung

Also umrundet die Seite das Schiff. Der Rumpf dreht sich, während man scrollt, und statt einer Menüleiste liegt ein Kompass in der Ecke. Er zeigt, wo man steht, und ist zugleich die Navigation.

Die Seite selbst
Esc zum Lösen

Den Kompass unten rechts kann man ziehen, dann dreht sich das Schiff mit.

Im Detail
  • 01 Der Kompass ist kein Zierrat: er zeigt nicht nur die Position, man kann ihn auch ziehen und das Schiff damit selbst drehen.
  • 02 Die Texte nennen Zahlen statt Versprechen: Länge, Gäste, Crew, Preis. Wer chartert, vergleicht ohnehin; Adjektive halten dabei nicht stand.
  • 03 Die Galerie läuft waagerecht, gegen die senkrechte Bewegung der Seite. Ein Richtungswechsel markiert den Abschnitt deutlicher als jede Überschrift.
Was drin steckt
Sprachen
Englisch, auf Wunsch Deutsch
Am Handy
eigene Hochkantfassung, kein Beschnitt
Navigation
Kompass mit mitlaufender Anzeige
Unterhalt
kein Redaktionssystem, nichts, was ein Update zerlegt
Konzeptstudie · keine Kundenarbeit rechts → ALBA
n° 04

ALBA

Villa · Apuanische Alpen
Die Aufgabe

Ein Haus über Carrara, gebaut aus dem Block, aus dem es geschnitten wurde. Wer so ein Objekt anbietet, zeigt das fertige Haus und die Aussicht. Nur ist die Aussicht hier nicht das Besondere. Der Stein ist es, und im fertigen Zimmer sieht man ihm nicht mehr an, wo er herkam.

Die Entscheidung

Also fängt die Seite dort an, wo der Stein anfängt. Man steht vor der Bruchwand, die Bergketten gehen beim Scrollen auseinander, und die Kamera fährt weiter in den Fels, bis nur noch die Bank übrig ist, aus der das Haus kam.

Die Seite selbst
Esc zum Lösen

Weiter unten ist der Stein noch matt von der Säge. Beim Weiterscrollen kommt er unter der Hand hoch.

Im Detail
  • 01 Kein 3D, kein Video, kein KI-Material. Zwei Fotografien, eine daraus gerechnete Tiefenkarte von vier Kilobyte und ein Shader, der jeden Bildpunkt nach seiner Entfernung verschiebt. Daher kommt der Raum.
  • 02 Der rohe Block wird beim Scrollen blank, nicht mit der Maus. Selbst wischen zu müssen ginge auf dem Handy ohnehin nicht — dort ist Wischen Scrollen.
  • 03 In der Mitte färbt sich der Hintergrund selbst um, vom Tag in den Abend. Kein Vorhang, keine Kante, nur die Steinformen werden dunkel. Ein Standbild kann das nicht zeigen.
Was drin steckt
Sprachen
Englisch, auf Wunsch Deutsch
Am Handy
eigene Komposition, kein Beschnitt
Die Tiefe
aus zwei Fotos gerechnet, 4 kB auf dem Server
Unterhalt
kein Redaktionssystem, nichts, was ein Update zerlegt
Konzeptstudie · keine Kundenarbeit rechts → KONTAKT
n° 05

Passt das zu deinem Vorhaben?

Erzähl mir, worum es geht. Ich sage dir, ob Scrollytelling die richtige Form dafür ist — und wenn nicht, welche besser passt.

So läuft es
  • 01 Das Material. Du schickst, was vorhanden ist: Video, Renderings, ein 3D-Modell. Und wenn es noch nichts gibt, überlegen wir, was entstehen muss: gedreht, gerendert oder beides. Ob eine Fahrt oder zwölf Einstellungen, ist dabei kein Ausschlusskriterium: die Übergänge zu bauen ist Teil der Arbeit. Kostet nichts.
  • 02 Konzeptphase. Ein Ablauf und ein Testabschnitt mit deinem eigenen Material. Danach weißt du, wie es aussieht, bevor die ganze Seite gebaut ist.
  • 03 Bau und Livegang. Die fertige Seite liegt statisch auf deiner eigenen Domain, unabhängig von einem Redaktionssystem, und lädt entsprechend schnell.
Zur Einordnung

Die drei Projekte sind Konzeptstudien aus eigener Hand. Marken, Orte und Preise sind erfunden, es sind keine Kundenaufträge, und sie bilden keine bestehenden Unternehmen ab. Gebaut sind sie dagegen vollständig. Was hier läuft, ist die Seite und keine Vorschau davon.

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